Grüner Star = Glaukom

Der grüne Star ist weltweit eine relativ verbreitete Augenerkrankung und endet unbehandelt in der Erblindung. Im Volksmund wird der grüne Star mit zu hohem Augendruck gleichgesetzt. Wenig bekannt ist die Tatsache, dass der grüne Star auch bei normalem Augendruck entstehen kann.

Der Sehnerv wird geschädigt durch ein Zusammenspiel mehrerer Risikofaktoren (Augendruck, fehlregulierte Durchblutung und weitere). Unmerklich langsam gehen dabei mehr und mehr Nervenfasern zugrunde. Betroffene bemerken erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung, dass etwas nicht mehr stimmt. Der bereits vorhandene Schaden ist irreparabel.

Um den grünen Star rechtzeitig erkennen und behandeln zu können, ist eine ganzheitliche Beurteilung durch einen ausgebildeten Augenarzt notwendig. Diese Untersuchung sollte ab dem 40. Lebensjahr alle 2-3 Jahre erfolgen. Eine rechtzeitig eingeleitete Behandlung (drucksenkende Augentropfen oder Operation) kann das weitere Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen oder stoppen.

Der Sehnerv leitet die Seh-Informationen vom Auge zum Gehirn weiter. Da, wo die Sehnervenfasern defekt sind, sieht man nichts mehr. Diese Gesichtsfeld-Ausfälle fallen jedoch sehr lange nicht auf, weil das Gehirn die Lücken sinngemäss ergänzt. Erst bei genauem Betrachten kann man in dieser Darstellung feststellen, dass unterhalb der Kirche etliche Details fehlen: der Kran, die Baustelle auf dem Dach, Fenster und Kamine. Im Strassenverkehr beispielsweise können solche Gesichtsfeld-Ausfälle dazu führen, dass ein Kind am Strassenrand übersehen wird.

Je weiter der grüne Star fortschreitet, desto mehr werden alltägliche Verrichtungen (Autofahren, Orientierung) eingeschränkt. Eine Besserung der Sicht ist beim grünen Star nicht mehr möglich.

Der Grüne Star kann schliesslich zur Erblindung führen.